Schamanische Rasseln

 

 

 

EIN NEUER TAG

Draußen scheint die Sonne, die Energie des neuen Morgens bahnt sich ihren Weg. Die Funken der Sonne spiegeln sich am Boden von Mutter Erde und vermitteln eine leichte und freudige Energie. Die Vögel zwitschern fröhlich und begrüßen den neuen Tag. Ein kurzer Moment noch, dann erwacht der neue Tag und lädt uns ein, bewusst teilzunehmen, am Tanz der Schöpfung, in Freude und liebevoller Verbundenheit. Ich öffne mich, spüre meine Herzenergie, bin verbunden mit dem Klang der Schöpfung und sage Danke. Ich bedanke mich bei unseren Geschwistern, den Tieren und Bäumen/Pflanzen und den Steinen, ich danke dir Mutter Erde und dir allumfassendes geistiges Wesen. (Sylvia Fiedler)

  

 

ICH BIN EIN BAUM

Ich bin ein Baum. Ich sehe das Werden und Vergehen. Ich habe Glück erfahren, Traurigkeit und Schmerz. Ich lebe mein Baumleben, bin ein Teil von Mutter Erde. Ich fühle ihr Herz an meinem schlagen. Ich fühle ihre Freude und ihren Kummer. Ich lebe mein Baumleben, ich bin ein Teil unseres großen Vaters, des großen Geheimnisses. Ich fühle seinen Kummer und seine große Weisheit. Ich bin verbunden mit meinen Brüdern, den redenden Wassern und Winden, den Pflanzenwesen, mit allem, was auf der Erde ist und im Himmel. Ich bin mit den Sternen verwandt. Ich kann sprechen, wenn du mit mir sprichst und ich höre dir zu, wenn du mit mir redest. Ich kann dir auch helfen, wenn du Hilfe brauchst. Achte mich und wertschätze mich als deinen Freund und Bruder, wir sind alle ein gleich wertvoller Teil dieser Erde. (S. Fiedler, frei inspiriert nach Cesspooch).

  

AUFRUF DER HOPI

An meine Gefährten, die mit mir schwimmen. Da ist ein Fluss, der fließt jetzt sehr schnell. Er ist mächtig und reissend, dass einige Angst haben werden. Sie werden versuchen, sich am Ufer festzuhalten, und werden fühlen, dass sie zerrissen werden. Und sie werden beträchtlich leiden. Wisse, dass der Fluss seine Bestimmung hat. Die Ältesten sagen, wir müssen vom Ufer loslassen und in die Mitte des Flusses stoßen, unsere Augen offen halten und unsere Köpfe über dem Wasser. Und sie sagen, schau wer da mit dir ist und feiere. In dieser Zeit der Geschichte dürfen wir nichts persönlich nehmen, am allerwenigsten uns selbst. Denn in dem Moment, wo wir dies tun, kommt unser inneres Wachstum und unsere Reise zum Stillstand. Die Zeit des einsamen Wolfes ist vorbei. Kommt zusammen, verbannt das Wort "Mühsal" aus eurer Haltung und eurem Vokabular. Alles was wir jetzt tun, soll auf eine heilige Art und Weise getan werden und im Feiern. Wir sind die, auf die wir gewartet haben. (Oraibi, Arizona, Hopi Nation)

 

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